Jeder Autofahrer kennt das: Man kommt zum Parkplatz zurück und da ist er – ein Kratzer. Einkaufswagen, Autotür des Nachbarn, ein Ast. Der Schaden sieht schlimm aus, aber in den allermeisten Fällen ist er rein oberflächlich: Nur der Klarlack ist beschädigt, die eigentliche Farbschicht darunter ist intakt.
Trotzdem werden für solche Schäden in Werkstätten regelmäßig mehrere hundert Euro veranschlagt. Warum? Weil die bisherige Reparaturmethode aufwendig ist: Schleifen, Grundieren, Nachlackieren, Polieren, Trocknen. Das dauert Stunden, erfordert Spezialausrüstung und einen geschulten Lackierer.
„Das Problem ist nicht, dass die Werkstatt zu viel verlangt“, sagt Wernicke. „Das Problem ist, dass die Methode aus den 1970ern stammt. Für oberflächliche Klarlackschäden gibt es inzwischen etwas Besseres.“